Rohrdurchmesser Tabelle für Rohre in DN mit Durchmessern und Wandstärken (Excel & PDF)

In einer Rohrdurchmesser-Tabelle werden die gängigen Rohrgrößen übersichtlich gegenübergestellt. Sie finden hier unter anderem die Zuordnung von Nennweiten (DN), Zoll-Angaben sowie die entsprechenden Außen- und Innendurchmesser in Millimetern.

Solche Tabellen werden häufig benötigt, um passende Rohre, Fittings oder Übergangsstücke auszuwählen und unterschiedliche Maßsysteme miteinander zu vergleichen.

Damit Sie die Rohrdurchmesser bequem nachschlagen oder für eigene Berechnungen nutzen können, stelle ich Ihnen die Tabelle sowohl als Excel-Vorlage als auch als PDF-Datei zur Verfügung.

Die Excel-Version eignet sich besonders für individuelle Anpassungen und Berechnungen, während das PDF ideal zum Ausdrucken oder schnellen Nachschlagen ist. 

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Was mit „Rohrdurchmesser“ überhaupt gemeint ist

Der Begriff Rohrdurchmesser klingt eindeutig, ist es in der Praxis jedoch nicht. Je nach Zusammenhang kann damit unterschiedliches gemeint sein, was häufig zu Missverständnissen führt. Wer Rohre vergleicht, misst oder bestellt, sollte daher wissen, dass es nicht nur einen einzigen Durchmesser gibt.

Grundsätzlich wird bei Rohren zwischen drei verschiedenen Größen unterschieden: dem Außendurchmesser, dem Innendurchmesser und der Wandstärke. Welche dieser Angaben relevant ist, hängt davon ab, wofür das Rohr eingesetzt werden soll. In Rohrdurchmesser-Tabellen finden sich deshalb meist mehrere Werte nebeneinander.

Rohrdurchmesser-Tabellen dienen dazu, diese unterschiedlichen Angaben übersichtlich darzustellen und miteinander in Beziehung zu setzen. Ohne dieses Grundverständnis können Tabellen leicht falsch interpretiert werden – etwa wenn eine Nennweite mit einem tatsächlichen Millimetermaß verwechselt wird oder der Innendurchmesser mit dem Außendurchmesser gleichgesetzt wird.

Außendurchmesser, Innendurchmesser und Wandstärke – der Unterschied einfach erklärt

Um Rohrdurchmesser-Tabellen richtig zu nutzen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Außendurchmesser, Innendurchmesser und Wandstärke zu kennen. Diese drei Angaben stehen in direktem Zusammenhang, beschreiben jedoch jeweils unterschiedliche Eigenschaften eines Rohres.

  • Der Außendurchmesser der Rohre bezeichnet den Abstand von der äußeren Rohrkante zur gegenüberliegenden äußeren Rohrkante. Er ist vor allem dann entscheidend, wenn Rohre in Halterungen, Schellen oder Durchführungen passen müssen oder wenn mehrere Rohre nebeneinander verlegt werden. Auch bei der Auswahl von Rohrschellen oder Isolierungen spielt der Außendurchmesser eine zentrale Rolle.
  • Der Innendurchmesser beschreibt den freien Querschnitt im Inneren des Rohres. Diese Angabe ist insbesondere für den Durchfluss von Flüssigkeiten oder Gasen relevant. Je größer der Innendurchmesser, desto mehr Medium kann bei gleichen Bedingungen durch das Rohr fließen. In vielen Tabellen wird der Innendurchmesser aus dem Außendurchmesser und der Wandstärke abgeleitet.
  • Die Wandstärke gibt an, wie dick das Rohrmaterial ist. Sie beeinflusst sowohl die Stabilität als auch den Innendurchmesser eines Rohres. Zwei Rohre mit identischem Außendurchmesser können je nach Wandstärke sehr unterschiedliche Innendurchmesser haben. Eine größere Wandstärke bedeutet in der Regel eine höhere Belastbarkeit, aber auch einen kleineren freien Querschnitt im Inneren.

Aus diesem Grund reicht es nicht aus, nur einen einzigen Durchmesser zu betrachten. Rohrdurchmesser-Tabellen zeigen deshalb mehrere Werte gleichzeitig, um eine realistische Einschätzung für den jeweiligen Einsatzzweck zu ermöglichen.

Was bedeutet DN (Nennweite)?

Die Abkürzung DN steht für Nennweite (oder im Original: diamètre nominal) und wird häufig im Zusammenhang mit Rohrdurchmessern verwendet. Dabei handelt es sich nicht um ein direktes Maß in Millimetern, sondern um eine genormte Bezeichnung, mit der Rohrgrößen eindeutig klassifiziert werden.

Die Nennweite DN dient in erster Linie dazu, Rohre, Fittings und andere Bauteile miteinander kompatibel zu machen. Wenn beispielsweise ein Rohr und ein passendes Fitting beide mit derselben DN gekennzeichnet sind, passen sie in der Regel zusammen – auch wenn sich die tatsächlichen Durchmesser in Millimetern unterscheiden können.

Historisch orientierte sich die Nennweite ungefähr am Innendurchmesser eines Rohres. Durch unterschiedliche Wandstärken und Materialien ist dieser Bezug heute jedoch nur noch näherungsweise gegeben. Aus diesem Grund sollte DN nicht als exakter Durchmesser verstanden werden, sondern als Größenangabe innerhalb eines genormten Systems.

In Rohrdurchmesser-Tabellen wird DN deshalb meist gemeinsam mit dem Außendurchmesser, dem Innendurchmesser und häufig auch mit Zoll-Angaben dargestellt. Die Tabelle übernimmt damit eine vermittelnde Funktion zwischen der genormten Bezeichnung und den tatsächlich messbaren Maßen.

Für die Praxis bedeutet das: Wenn Sie ein Rohr oder ein Fitting auswählen, reicht die Angabe der DN oft aus, um passende Komponenten zu finden. Für Berechnungen, Platzbedarf oder Durchflussmengen sind jedoch die Millimeterangaben entscheidend.

DN ist keine Messgröße, sondern eine genormte Bezeichnung zur Einordnung von Rohrgrößen.

Zollangaben bei Rohren – historisch bedingt und oft missverstanden

Neben der Nennweite DN finden sich bei Rohrdurchmessern häufig auch Zollangaben wie 1/2″, 3/4″ oder 1″. Diese Bezeichnungen stammen aus dem ursprünglich englischen Maßsystem und werden bis heute vor allem im Sanitär- und Heizungsbereich verwendet.

Ein häufiger Irrtum besteht darin, Zollangaben als direktes Längenmaß zu verstehen. Ein Rohr mit der Bezeichnung „1 Zoll“ hat jedoch weder einen Innen- noch einen Außendurchmesser von 25,4 Millimetern. Stattdessen handelt es sich auch hier um eine historisch gewachsene Größenbezeichnung, die ursprünglich auf den damaligen Innendurchmesser von Rohrleitungen Bezug nahm.

Im Laufe der Zeit änderten sich Materialien und Wandstärken, die Bezeichnungen blieben jedoch erhalten. Aus diesem Grund können Zollangaben heute nur noch über Tabellen korrekt zugeordnet werden. Rohrdurchmesser-Tabellen zeigen deshalb die Beziehung zwischen Zollgrößen, DN und den tatsächlichen Durchmessern in Millimetern.

Für die Praxis ist wichtig zu wissen, dass Zollangaben vor allem bei Gewindegrößen, Fittings und Anschlussmaßen eine Rolle spielen. Wer hier versucht, direkt umzurechnen, riskiert Fehlkäufe.

Warum DN, Zoll und Millimeter gleichzeitig verwendet werden

Dass in Rohrdurchmesser-Tabellen mehrere Maßsysteme parallel dargestellt werden, ist kein Zufall. Unterschiedliche Beteiligte arbeiten mit unterschiedlichen Bezugssystemen.

Hersteller und technische Planungen orientieren sich meist an der Nennweite DN, da sie eine normierte und systemübergreifende Einordnung ermöglicht. Im Handwerk sind dagegen häufig Zollangaben gebräuchlich, insbesondere bei bestehenden Installationen oder Gewindeverbindungen. Endanwender und Heimwerker wiederum messen meist in Millimetern, da diese Maße direkt nachvollziehbar sind.

Rohrdurchmesser-Tabellen übernehmen deshalb eine wichtige Übersetzungsfunktion. Sie verbinden genormte Bezeichnungen mit realen Abmessungen und ermöglichen es, verschiedene Systeme miteinander zu vergleichen. Ohne diese Gegenüberstellung wäre es kaum möglich, passende Komponenten sicher auszuwählen.

Warum es unterschiedliche Rohrdurchmesser-Tabellen gibt

Beim Vergleich verschiedener Tabellen fällt oft auf, dass sich Werte oder Darstellungen unterscheiden. Das liegt daran, dass Rohrdurchmesser nicht universell, sondern vom jeweiligen Kontext abhängig sind.

Unterschiede ergeben sich unter anderem durch:

  • verschiedene Materialien wie Stahl, Kupfer oder Kunststoff
  • unterschiedliche Normen und Standards
  • verschiedene Einsatzbereiche, etwa Trinkwasser, Gas, Heizung oder Industrie

So können Rohre mit gleicher Nennweite je nach Material und Norm unterschiedliche Wandstärken und damit unterschiedliche Innendurchmesser aufweisen. Eine einzelne Tabelle kann daher nicht alle Anwendungsfälle abdecken. Entscheidend ist, dass die verwendete Tabelle zum jeweiligen Einsatzzweck passt.

Welche Angaben in der Praxis wirklich wichtig sind

Welche Rohrangabe relevant ist, hängt stark davon ab, wofür das Rohr benötigt wird. In der Praxis haben sich einige klare Zuordnungen bewährt.

Der Außendurchmesser ist wichtig, wenn es um Platzbedarf, Befestigungen oder Isolierungen geht. Der Innendurchmesser spielt eine zentrale Rolle bei Durchfluss, Förderleistung und Strömungsverhalten. Die Nennweite DN ist vor allem dann entscheidend, wenn Rohre, Fittings und Zubehör miteinander kombiniert werden sollen.

Rohrdurchmesser-Tabellen helfen dabei, diese Anforderungen miteinander abzugleichen und die passende Größe für den jeweiligen Anwendungsfall zu finden.

Typische Fehler bei der Auswahl von Rohrdurchmessern

Viele Probleme entstehen nicht durch falsche Tabellen, sondern durch falsche Annahmen bei der Interpretation. Zu den häufigsten Fehlern zählen:

  • Die Annahme, dass DN einem festen Millimetermaß entspricht
  • Der Versuch, Zollangaben direkt in Millimeter umzurechnen
  • Die Gleichsetzung von Außen- und Innendurchmesser
  • Das Ignorieren der Wandstärke
  • Der Vergleich von Rohren aus unterschiedlichen Materialien ohne Normbezug

Wer diese Punkte berücksichtigt und Tabellen bewusst liest, kann Fehlkäufe und unnötige Anpassungen vermeiden.

Rohrdurchmesser Tabelle: Übersicht und richtige Anwendung

Die folgende Rohrdurchmesser-Tabelle stellt die gängigen Rohrgrößen übersichtlich gegenüber. Sie zeigt die Beziehung zwischen DN, Zoll-Angaben sowie Außen- und Innendurchmessern in Millimetern.

Um die Tabelle richtig zu nutzen, sollten Sie sich zunächst überlegen, welche Angabe für Ihren Anwendungsfall entscheidend ist. Für den Austausch eines bestehenden Rohres ist oft der Außendurchmesser maßgeblich, während bei der Auswahl von Fittings meist DN oder Zollangaben ausschlaggebend sind.

Rohrdurchmesser Tabelle als Excel-Datei oder als PDF (Bildschirmfoto)

Download der Tabelle

Hier können Sie die Rohrdurchmesser-Tabelle als Excel-Datei, PDF oder für Google Sheets herunterladen.

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Rohrdurchmesser-Tabelle für Google Sheets

Zusammenfassung: Das sollten Sie sich merken

Rohrdurchmesser sind weniger eindeutig, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Begriffe wie DN oder Zoll bezeichnen keine exakten Maße, sondern dienen der Einordnung innerhalb genormter Systeme. Der tatsächliche Durchmesser eines Rohres ergibt sich erst aus der Kombination von Außenmaß und Wandstärke.

Rohrdurchmesser-Tabellen helfen dabei, diese Zusammenhänge transparent darzustellen und verschiedene Maßsysteme miteinander zu verbinden. Wer die grundlegenden Unterschiede kennt, kann Tabellen sicher lesen und die passenden Rohrgrößen auswählen.

Häufige Fragen zu Rohrdurchmessern (FAQ)

Ist DN gleich Millimeter?

Nein. DN ist eine genormte Bezeichnung und kein direktes Längenmaß.

Warum entspricht 1 Zoll nicht 25,4 mm Rohrdurchmesser?

Die Zollangabe bezieht sich nicht auf den tatsächlich messbaren Durchmesser, sondern auf eine historisch gewachsene Größenbezeichnung.

Welcher Durchmesser ist für den Durchfluss entscheidend?

Für den Durchfluss ist der Innendurchmesser maßgeblich.

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